Vorstandswahlen 2018

Presseecho24. Mai 2018

Die Taunus Zeitung schreibt am 24.05.2018: FDP will Nachwuchsgruppe gründen

„18 der 80 Mitglieder sind im JuLi-Alter – Katja Adler als Parteichefin bestätigt

Katja Adler wurde einstimmig als FDP-Parteichefin wiedergewählt. In ihrem Vorstandsteam gibt es Veränderungen – und die Neuen haben etwas vor.

Die FDP wächst: 80 Oberurseler haben das Parteibuch der Liberalen – vor zwei Jahren waren es noch 67. Katja Adler (44), die seit 2011 an der Spitze der örtlichen FDP steht und jetzt bei der Jahreshauptversammlung einstimmig für weitere zwei Jahre zur Vorsitzenden gewählt wurde, zeigt sich erfreut über den „großen Mitgliederzuwachs, gerade bei den unter 30-Jährigen“. Tatsächlich liege die Zahl der Neueintritte höher als 13, hatten die Freien Demokraten doch zum einen ihre Kartei „bereinigt“, zum anderen Mitstreiter zu betrauern gehabt. Zu den neuen jungen Aktiven gehören Miguel Fernandez Ayo und Alexander Marniok, die als Beisitzer in den Vorstand gewählt wurden. Fernandez Ayo ist 20 Jahre alt und will sich um die Gründung eines Ortsverbands der Jungen Liberalen (JuLis) kümmern. In der FDP-Nachwuchsorganisation können sich junge Leute bis 35 Jahre engagieren. Knapp ein Viertel der FDP-Mitglieder in Oberursel – nämlich 18 – fallen zurzeit in diese Altersgruppe. Die JuLis sollen „die Kommunikationsbrücke in die FDP Oberursel bilden“, wie es die Partei formuliert. „Politik braucht eine Kommunikationsstruktur, die alle Altersklassen anspricht“, sagt Katja Adler.

Die FDP sucht aber auch nach einem Weg, Frauen für die Politik zu gewinnen. Bundesweit sind nur knapp 22 Prozent der Mitglieder weiblich, wie nun anlässlich des Bundesparteitags der Freien Demokraten bekannt und diskutiert wurde. In Oberursel sind 19 der 80 Mitglieder Frauen: knapp ein Viertel. Klar: Die Zahl soll steigen. Aber wie? Eine Erhebung der Bundespartei soll für die FDP Wege aufzeigen, auch für die kommunale Ebene. Adler weiß aber: „Kommunalpolitik ist ein zeitintensives Hobby.“ Wer aktiv sein wolle, brauche viel Zeit, und die fehle Frauen oftmals. In Oberursel besteht die vierköpfige liberale Fraktion im Stadtparlament zur Hälfte aus Frauen, in Katja Adler steht eine Frau an der Spitze von Partei und Fraktion, und im Magistrat ist die FDP ebenfalls durch eine Frau – Sabine Kinkel – vertreten. Im Parteivorstand sieht es schon wieder anders aus – außer der Chefin nur Männer: Thomas Fiehler wurde als stellvertretender Vorsitzender bestätigt. Weiterer Vize ist Reinhard Kunz, der auf „interessante, hochkarätig besetzte Veranstaltungen“ setzt. Er hat Sabine Kinkel abgelöst, die nicht mehr kandidierte. Schatzmeister und Europabeauftragter ist Ulrich Bulle. Die Gruppe der Beisitzer komplettieren Michael Lohmann, Florian Schauer, Michael Planer, Horst Becker und Klaus Dickhoff.

Was steht thematisch an? „Oberursel befindet sich in einer Dauerschleife aus Überlegen, Planen, Verwerfen und neu Überlegen“, kritisiert Fiehler, und Adler fordert einen Leitbildprozess, der Oberursel im Jahr 2030 zeigt und alle Themen vom Bauen über Verkehr und Gewerbe bis zur frühkindlichen Bildung beinhaltet. Das knüpft an schon häufig geäußerte Forderungen der FDP nach
Konzepten an. Unter anderem geht es darum, beim Planen neuer Wohngebiete auch an die erforderliche Infrastruktur zu denken. Wie der Leitbildprozess in die Diskussion gebracht wird, soll zunächst in Partei und Fraktion beraten werden.“