Städte gegen Food Waste nehmen Lebensmittelrettung im städtischen Raum in den Blick

Fraktion der CDU, Grünen und FDP wollen Beitrag Oberursels für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz.

Oberursel 16.04.2022 – Jeden Tag werden Unmengen an Essen verschwendet. Ob in Kantinen, im Handel oder auch im privaten Haushalt. Dabei entstehen nicht nur unnötige Treibhausgase, sondern es gehen auch große Mengen an Ressourcen wie Wasser oder Energie verloren. Ein Großteil der Lebensmittelverschwendung fällt laut Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in den Städten an. Entsprechend ist die Stadtverwaltung in Oberursel zentral, um die Herausforderung zu meistern und eine positive Ernährungswende auch vor Ort voranzutreiben. Über einen Antrag im Sozial-, Bildungs- und Kulturausschuss wollen die Fraktionen von CDU-, Grünen und FDP nun den Beitritt der Stadt Oberursels zur Initiative „Städte gegen Food Waste“ erwirken. Die Initiative „Städte gegen Food Waste“ bringt engagierte Städte in einem Netzwerk zusammen, um konkrete Maßnahmen zu entwickeln, abzustimmen und umzusetzen. Im Mittelpunkt stehen vor allem die Förderung der Umverteilung von überschüssigen Lebensmitteln und die gezielte Aufklärungsarbeit innerhalb der Bevölkerung. Darüber hinaus fungiert die Initiative als eine Austauschplattform für die Partnerstädte, um Best Practices zu teilen und die Lebensmittelrettung deutschlandweit voranzutreiben. Das Engagement gegen Lebensmittelverschwendung kann zusätzlich ein Baustein der städtischen Kampagne zur Abfallvermeidung sein. Um die Bürgerinnen und Bürger für den nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln zu sensibilisieren, könnten Kampagnenelemente wie Infomaterialien, Beiträge im Web und über Social Media-Kanäle sowie öffentliche Veranstaltungen umgesetzt werden. Initiiert wurde das Netzwerk der Städte über die Plattform „Too Good To Go“. Das Social Impact Unternehmen macht mithilfe der gleichnamigen App die Rettung von überproduziertem Essen in u.a. Cafés, Bäckereien, Restaurants, Hotels, Kantinen und Supermärkten möglich. Darüber hinaus setzt sich Too Good To Go über Aufklärungskampagnen, politisches Engagement und gezielte Partnerschaften ganzheitlich gegen Food Waste ein. Es ist geplant, dass einmal jährlich ein Bericht über die Maßnahmen der Stadt im SBKA gegeben wird. Weitere Informationen findet man über https://toogoodtogo.de/de/c/staedte-gegen-food-waste/die-initiative.