Markterkundung für ein Gebrauchtwarenkaufhaus

Die Fraktionen der Freien Demokraten, der CDU sowie Bündnis 90/Die Grünen haben einen gemeinsamen Antrag eingebracht, der die Stadtverwaltung beauftragt eine Markterkundung für die Schaffung eines Gebrauchtwarenkaufhauses durchzuführen. Die Markterkundung bezieht sich vorerst ausschließlich auf das Finden eines adäquaten bestehenden Gebäudes oder eines geeigneten Grundstücks für einen Neubau. Dabei ist zu beachten, dass für die Einrichtung eines Gebrauchtwarenkaufhauses zwischen

  • 500 – 800 qm Verkaufs-,
  • 400 – 600 qm Lager- und
  • 200 – 300 qm Werkstattfläche

benötigt werden. Zur Anlieferung und Abholung der Waren muss ausreichend Parkraum zur Verfügung stehen. Einen Standort außerhalb von Wohngebieten halten die drei Fraktionen für wünschenswert.

Für Michael Planer, Fraktionsvorsitzender der FDP, ist das Gebrauchtwarenkaufhaus eine Herzensangelegenheit: „Wir leben seit vielen Jahren in einer Gesellschaft, in der es für Menschen mit niedrigem Einkommen zunehmend schwieriger wird, sich zu versorgen. Für manche Menschen ist die Anschaffung von Haushaltsgegenständen eine große Herausforderung. Wir möchten diese Menschen mit der Einrichtung eines Gebrauchtwarenkaufhauses unterstützen und gleichzeitig einen Beitrag zur nachhaltigen Kreislaufwirtschaft leisten.“

Susanne Kügel, Fraktionsvorsitzende der CDU, nennt weitere Ziele des Vorhabens: „Gebrauchtwarenkaufhäuser sind sozial und umweltschonend. Es können finanzielle Mittel zur Unterstützung sozialer Projekte erwirtschaftet, das ehrenamtliche Engagement gefördert und sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse geschaffen werden.“

Christina Herr, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90 / Die Grünen, hat bereits konkrete Vorstellungen bezüglich der angebotenen Produkte und Dienstleistungen: „Von A-Z ist alles möglich. Wir halten die Aufarbeitung und den Verkauf weißer Ware wie z.B. von Kühlschränken, Waschmaschinen, Trocknern und Elektroherden für eine zentrale Dienstleistung. Des Weiteren ist die Aufarbeitung von Möbeln, der Verkauf von Büchern, Schallplatten, DVDs, Bekleidung und Schuhen sowie von Fahrrädern denkbar.“

Alle Fraktionen sind sich einig, dass das Angebot auch davon abhängt, wie viel Fläche zur Verfügung steht. Daher wird das Ergebnis der Markterkundung mit Spannung erwartet.