Gemeinsamer Prüfantrag von FDP, CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Kleinmarkthalle in Oberursel

Chancen und Risiken bezüglich einer Kleinmarkthalle auf dem Epinay-Platz sollen Gegenstand der Prüfung sein.

Die Fraktionen der Freien Demokraten, der CDU sowie BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben einen gemeinsamen Antrag für die nächste Stadtverordnetenversammlung eingebracht, der den Magistrat mit der Prüfung einer Kleinmarkthalle auf dem Epinay-Platz beauftragt.

Seitens der FDP-Fraktion gibt bereits konkrete Vorstellungen, wie solch eine Kleinmarkthalle aussehen könnte. Im gemeinsamen Austausch zwischen den drei Fraktionen wurden Vor- und Nachteile, positive wie negative Auswirkungen formuliert. Es gibt viel zu klären. Unter anderem bezüglich der Statik des Parkhauses, den Eigentumsverhältnissen von Platz und Parkhaus sowie der Möglichkeit einer Ausschreibung. Daher sind die drei Fraktionen sich einig, dass die Stadtverwaltung eine ausführliche Prüfung vornehmen soll, deren Ergebnis dann Ende 2022 vorliegen soll.

„Eine Kleinmarkthalle auf dem Epinay-Platz hat das Potential die Aufenthaltsqualität der Innenstadt wesentlich zu verbessern und gleichzeitig als Frequenzbringer, wie ein Magnet dafür zu sorgen, dass es mehr Menschen zum Einkaufen in die Oberurseler Innenstadt zieht“, so Thomas Fiehler, der für die FDP im Bau-, Umwelt- und Klimaschutzausschuss sitzt.

„Wir wollen den Vorschlag der FDP, eine Markthalle im Zentrum der Stadt zu etablieren, ergebnisoffen prüfen lassen“, so Susanne Herz, GRÜNES Mitglied im Umweltausschuss. „Nur bei einer völlig transparenten Aufbereitung der Fakten und der möglichen Konsequenzen kann ein Konsens in der Stadtgesellschaft mit Betreibern und künftigen Kunden erzielt werden.“

Neben den möglichen Chancen des Projekts, haben die Fraktionen auch die problematischen Aspekte proaktiv in die Abwägungen einfließen lassen. Ausdrücklich geprüft werden sollen ebenso die Risiken sowie alternative Standorte. Zu den Risiken des Projekts zählen zum Beispiel die Auswirkungen auf die traditionellen Wochenmärkte in der Stadt, Auswirkungen auf das Stadtklima und die Einschränkung der Nutzungsmöglichkeiten des bisher großzügigen Epinay-Platzes. Gleichwohl soll die Kleinmarkthalle derart gebaut sein, dass im Inneren vielfältige Nutzungsmöglichkeiten entstehen, zum Beispiel für Lesungen oder kleine musikalische Veranstaltungen.

„Es spricht für einen guten gemeinsamen Austausch, Chancen und Bedenken gleichermaßen zu formulieren und sich dann gemeinsam auf den Weg hin zu einer Entscheidung zu begeben“, so Michael Reuter, Sprecher der CDU im Bau,- Umwelt- und Klimaschutzausschuss. Thomas Fiehler und Susanne Herz: „Im konstruktiven Austausch werden wir dann auch das Prüfungsergebnis, das zum Ende dieses Jahres vorliegen soll, bewerten und abwägen.“